Facebook
Kontakt

Faltenunterspritzung

Strahlend-schön und jugendlich-frisch aussehen – leider geht das nicht immer, ohne aktiv etwas für die Haut zu tun. Tatsächlich wollen immer mehr Menschen nachhelfen und Falten im Gesicht entfernen lassen. Egal, ob sie nun Mitte 30 sind und ihren jugendlichen Look noch möglichst lange erhalten möchten, oder ob es um Frauen im Alter von 40 bis 50 geht, die bereits bestehende Falten reduzieren wollen. Doch vor einem chirurgischen Eingriff schrecken viele zurück. Vielmehr geht der Trend hin zur Faltenunterspritzung mit sogenannten Fillern wie Hyaluronsäure oder zur Minderung von Falten durch das Spritzen muskelentspannender Präparate wie Botulinumtoxin („Botox“).

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Faltenunterspritzung und informieren Sie sich über die eingesetzten Materialien sowie Chancen und Risiken einer derartigen Anti-Falten-Behandlung.

Nasolabialfalten & Co. – typische Zeichen der Zeit

Erste störende Falten im Gesicht zeigen sich meist bereits um das 30. Lebensjahr. Vor allem die Nasolabialfalten (Falte zwischen Nase und Mundwinkel) werden jetzt durch das Absinken des Wangenfetts sichtbar. Auch Stirnfalten und Krähenfüße um die Augen zählen zu den Zeichen der Zeit, die sich bereits recht früh abzeichnen.

Die Folge: Wir sehen häufig müde und abgeschlagen aus, von einem strahlend-frischen Teint keine Spur. Immer mehr Menschen wollen in diesem Fall einen Schritt weiter gehen als bei der täglichen Gesichtspflege auf Anti-Aging-Produkte zu setzen. Das Zauberwort heißt „Faltenunterspritzung“.

Falten entfernen und Haut glätten – Faltenunterspritzung im Trend

Die Faltenunterspritzung zählt zu den konservativen Ansätzen der ästhetischen Dermatologie. Das heißt, es wird kein chirurgischer Eingriff vorgenommen. Verständlicherweise schrecken viele vor einer operativen Gesichtsstraffung zurück, die Faltenunterspritzung ist daher eine effektive und sinnvolle Alternative zur Faltenentfernung per Skalpell.

Zur Faltenunterspritzung werden heute verschiedene Materialien verwendet. Dazu zählen:

  • Faltenfüller (z. B. Hyaluronsäure)
  • Muskelentspannende Präparate (z. B. „Botox“)

Faltenunterspritzung ist also nicht gleich Faltenunterspritzung.

Wer „Falten wegspritzen“ lassen möchte, sollte sich umfassend zu den verfügbaren Methoden und Materialien informieren. Ist das Material vom Körper resorbierbar? Für welche Anwendungsgebiete ist es geeignet? Wie sieht es mit der Verträglichkeit aus? All das sind wichtige Fragen, die vor einer Behandlung angesprochen werden müssen.

Begeben Sie sich dazu am besten in die Hände eines Dermatologen oder plastischen Chirurgen, der eine Zusatzausbildung und Erfahrung auf dem Gebiet der Faltenunterspritzung hat. Ausreichende Kenntnisse der Gesichtsanatomie sind für ein zufriedenstellendes Ergebnis unverzichtbar.

Füllpräparate zur Faltenunterspritzung

Bei den Füllpräparaten zur Faltenunterspritzung („Fillern“) gilt es, zwischen zwei Gruppen zu unterscheiden:

Art des Füllpräparates Beispiele Eigenschaften
Resorbierbare Füllpräparate (temporäre Filler)
  • Kollagen
  • Hyaluronsäure
  • Polymilchsäure
  • Abbaubar
  • Bleiben vorübergehend im Gewebe
  • Regelmäßige Auffrischung des Resultats
  • Nebenwirkungen überschaubar bzw. vorübergehender Natur
Nicht-resorbierbare Füllpräparate (permanente Filler)
  • Polyacrylamid-Gele
  • Mikroimplantate
  • Werden nicht abgebaut
  • Können dauerhaft unter der Haut tastbar sein
  • Können zu dauerhaften Entzündungen führen

In der modernen Chirurgie und Dermatologie werden permanente Filler immer seltener eingesetzt: „Permanente Filler werden keine Rolle mehr spielen. In Konsensus-Statements der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD) und der Arbeitsgemeinschaft Ästhetische Dermatologie und Kosmetologie (ADK) wird empfohlen, diese Substanzen nicht mehr anzuwenden.“ 1

Resorbierbare Füllpräparate zur Faltenunterspritzung

Unter den bevorzugten resorbierbaren Füllpräparaten zur Faltenunterspritzung spielen insbesondere Kollagen und Hyaluronsäure eine zentrale Rolle.

Der gewünschte faltenglättende Effekt wird in beiden Fällen über einen Zeitraum von ca. 3-6 Monaten erzielt. Sowohl feine als auch tiefe Falten können mit Kollagen und Hyaluronsäure behandelt werden.

Lassen Sie sich umfassend von Ihrem behandelnden Arzt beraten, welches Präparat für Sie geeignet ist. Informieren Sie sich auch über unerwünschte Nebenwirkungen wie zum Beispiel Rötungen, mögliche allergische Reaktionen oder Schwellungen an der Injektionsstelle.

Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure

Mit zunehmendem Alter verringert sich der natürliche Hyaluronsäure-Gehalt der Haut. Da Hyaluronsäure aber eine enorme Wasserbindungskapazität und somit einen „aufpolsternden“ Effekt besitzt, bekommen wir die Folgen mitunter deutlich zu spüren: Unschöne Falten im Gesicht.

Neben Anti-Aging Cremes und Seren mit Hyaluronsäure wird der körpereigene Stoff daher auch zur Faltenunterspritzung eingesetzt („Hyaluronfiller“).

Es handelt sich dabei um einen resorbierbaren Filler, der nach und nach abgebaut wird. Um den Anti-Falten-Effekt aufrecht zu erhalten, muss die Hyaluronsäure-Injektion daher in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Wichtig zu wissen: Hyaluronsäure-Spritze ist nicht gleich Hyaluronsäure-Spritze. Auch hier gibt es unterschiedliche Präparate, die sich unter anderem in Hinblick auf Herkunft und Verträglichkeit unterscheiden. So sind erstklassig verträgliche Hyaluron-Präparate aus Bakterien hergestellt („Fermentative Hyaluronsäure“). Sie sind somit gänzlich frei von tierischen Eiweißen, so dass sich das Risiko einer allergischen Reaktion auf diese Weise deutlich verringern kann. Ein klarer Vorteil für Personen mit empfindlicher und allergiegefährdeter Haut.

Auch hier gilt: Lassen Sie sich umfassend von Ihrem behandelnden Arzt beraten.

Eine Hyaluronbehandlung muss etwa alle 3-6 Monate wiederholt werden, bei einigen Präparaten ist der Anti-Falten-Effekt sogar bis zu ein Jahr lang zufriedenstellend. Lokale Reaktionen wie zum Beispiel Schwellungen oder Rötungen können durch die Injektion bedingt ausgelöst werden, wobei sich das Risiko mit gut verträglichen Präparaten verringern lässt.

Ebenfalls wissenswert: Auch bei Narben kann eine Hyaluron-Injektion gute Ergebnisse erzielen.

Faltenunterspritzung mit Botulinumtoxin („Botox“)

Zu den nicht-füllenden Substanzen auf dem Gebiet der Faltenunterspritzung zählt das Nervengift Botulinumtoxin, auch als Botox bekannt. Typische Mimik-Falten, die mit „Botox“ behandelt werden, sind:

  • Zornesfalte („Glabella“)
  • Stirnfalten
  • Krähenfüße im Bereich der Augen

Die Wirkweise von Botox unterscheidet sich von der von Fillern: Botulinumtoxin hemmt die Acetylcholin-Ausschüttung und führt so zu einer Nervenlähmung. Die Muskulatur entspannt sich – die Falte wird geglättet.

Grundsätzlich gilt: Eine Botox-Behandlung sollte nur von einem Experten auf diesem Gebiet mit ausreichend Erfahrung durchgeführt werden. So lässt sich unter anderem das Risiko einer unnatürlichen Gesichtsmimik nach der Injektion reduzieren.

Bevor Sie eine Botox-Behandlung in Betracht ziehen, sollte ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Dabei gilt es, Ihr Ziel zu formulieren und zu prüfen, ob realistische Erwartungen an die Injektion von Botulinumtoxin bestehen. Wichtig ist, dass sich der Arzt für ein solches Beratungsgespräch ausreichend Zeit nimmt.

In bestimmten Fällen wird die Faltenunterspritzung mit Botulinumtoxin in der Regel nicht durchgeführt:

  • Bekannte Allergie gegen die verabreichten Inhaltsstoffe
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Bei bestimmten Grunderkrankungen
  • Einnahme bestimmter Medikamente

Lassen Sie sich dazu ebenfalls von Ihrem Arzt beraten. Auch über mögliche Risiken und Nebenwirkungen von Botulinumtoxin (z. B. Blutergüsse, lokal auftretende Schmerzen sowie Kopfschmerzen) sollte der Arzt informieren.

Sollte einer Behandlung mit Botulinumtoxin nichts im Wege stehen, ist es üblich, den Zustand der Haut vor und nach der Behandlung per Foto zu dokumentieren. So haben sie einen objektiven Beleg des Ergebnisses.

Wichtig zu wissen: Ein erster Effekt der Botox-Injektion zeigt sich normalerweise innerhalb von bis zu 10 Tagen. Allerdings sind häufig Wiederholungsbehandlungen notwendig, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Insofern wird nach der erstmaligen Botox-Behandlung üblicherweise ein Kontrolltermin (ggf. mit Nachbehandlung) innerhalb von 10-14 Tagen vereinbart.2

Das Ergebnis hält etwa 3-9 Monate an und kann dann durch eine erneute Injektion aufgefrischt werden.

Hier finden Sie den gesamten Artikel als PDF zum Download

1 Faltenunterspritzung mit Botulinumtoxin und Fillern. „Wir können uns jetzt auch an einstige Tabu-Areale heranwagen“. Interview mit Dr. Gabriele Feller-Heppt, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, Allergologie. In Derma aktuell 01/2014

2 Dr. Wolfgang, G. Philipp-Dormston: Botulinumtoxin in der Dermatologie. In: Der Hautarzt 2/2014.